Die Auferstehung Jesu von den Toten ist ein geschichtliches Faktum, wie der Katechismus der katholischen Kirche (in den Nummern 639-644) beweist. Aber warum muste Jesus auferstehen? Warum ist das Ostergeheimnis des Todes und der Auferstehung Christi das zentrale Geheimnis des christlichen Glaubens? Darauf antwortet der Katechismus wie folgt: 651 "Ist Christus nicht auferwect worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos" (1 Kor 15, 14). Die Auferstehung stellt vor allem die Bestätigung für all das dar, was Christus getan und gelehrt hat. Sämtliche Wahrheiten, selbst die für den menschlichen Geist unfaßlichsten, finden ihre Rechtfertigung, wenn Christus durch seine Auferstehung den von ihm verheißenen endgültigen Beweis seiner göttlichen Autorität gegeben hat.
654 Das Ostergeheimnis hat zwei Seiten: Durch seinen Tod befreit uns Christus von der Sünde, durch seine Auferstehung eröffnet er uns den Zugang zu einem neuen Leben. Dieses besteht zuerst in der Rechtfertigung, die uns wieder in die Gnade Gottes versetzt, "damit, wie Christus… von den Toten auferweckt wurde, auch wir in einem neuen Leben wandeln" (Röm 6, 4). Die Rechtfertigung besteht im Sieg über den durch die Sünde verursachten Tod und in der neuen Tilhabe an der Gnade…
Die östeliche Freude dauert nicht nur wenige Tage, sie wird sieben Wochen lang gefeiert und am fünfzigsten Tag ("Pfingsten") abgeschlossen. Die Freude äußert sich in dem besonderen Lied dieser Zeit, dem Halleluja (hebräisch = lobt Gott).. Bei allen Gottesdiensten in der österlichen Festzeit brennt die Osterkerze und macht die Gegenwart des Auferstandenen in seiner Gemeinde bewußt.
In dieser Zeit der Erfüllung liest die Kirche nur aus Büchern des Neuen Testaments (vor allem Apostelgeschicte und Offenbarung, dazu Kolosserbrier und erster Petrusbrief). Ihren besonderen Charakter erhalten die einzelnen Sonntage durch das Evangelium: das Bekenntnis des Thomas zu Christus, die Erscheinungen des Auferstandenen, der gute Hirt, der wahre Winstock, die Verheißung des Heiligen Geistes.
Am vierzeigsten Tag feiert die Kirche das Fest Christi Himmerfahrt entsprechend dem Bericht der Apostelgeschichte, daß Jesus als unser Anwalt zur Rechten des Vaters erhöht ist.
Durch seinen Geist, den uns Christus am Pfingsttag [am "fünfzigsten Tag" nach der Auferstehung ] gesandt hat, um seine Kirche vor aller Welt zu offenbaren, bleibt und wirkt [Christus] in [der] Mitte [seiner Kirche] bis and Ende der Zeit. Er ruft sie Sonntag für Sonntag zusammen, damit sie, von seinem Geist erfüllt, seinen Dienst an der Welt weiterführt zur Ehre des Vaters.
---Gotteslob, Nr. 212
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